Musical Premiere: „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“

Liebe Freunde und Förderer der Bürgerstiftung Wesseling,

Sie sind herzlich eingeladen, an der Premiere von „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“
teilzunehmen.

Dieses Musiktheater-Projekt, unter der Leitung des gemeinnützigen Vereins „music4everybody e.V.“
aus Frechen,  wurde durch die Bürgerstiftung Wesseling und die F. Victor Rolff Stiftung gefördert.

Wann:           Montag, 20. Mai 2019, 18:00 Uhr

Wo:                Rheinforum Wesseling, Kölner Straße 42

Was:              Musical Premiere:
„Groupies bleiben nicht zum Frühstück“

Der Eintritt für die Aufführung ist frei, Plätze können über die Website von music4everybody reserviert werden.
Wir freuen uns sehr über Ihr Kommen.

Mit freundlichen Grüßen

Für die Bürgerstiftung Wesseling

 

Stephan Rodtmann                               Bernd Wagner

Vorsitzender des Vorstands                    Vorstand

5.07.2019: Professor Dr. Stephan Roth zu Gast bei der Bürgerstiftung in Wesseling

Unter dem Titel „Braucht Mann oder Frau Urologen? Und wenn ja, wofür?“ wird Professor Dr. Stephan Roth, zu Gast bei der Bürgerstiftung Wesseling sein.
Der Termin findet am 5.07.2019 um 18:30 in Wesseling, Bonner Str. 84, in der Cafeteria des Dreifaltigkeits-Krankenhaus statt.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme bei dem hochinteressanten Vortrag. Anmeldung HIER

HELIOS Klinikum Wuppertal: Prof. Dr. med. Stephan Roth, Klinik für Urologie

Wir sind stolz das wir Prof. Dr. med. Stephan Roth, für einen hochkarätigen Vortrag aus seinem Fachgebiet gewinnen konnten. Er ist einer der Koryphäen im Urologischen Bereich, ärtzlicher Direktor des HELIOS Klinikum Wuppertal, offizielles Mitglied der Sachverständigenkommission des Instituts für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen und hat folgende Forschungsschwerpunkte:

  • Rekonstruktive Chirurgie (Ersatzblasenbildung und Harnleiterersatz)
  • Blasenkarzinomtherapie
  • Retroperitoneale Fibrose
  • Holmium-Laser Enukleation der Prostata
  • Steintherapie

Wir freuen und auf seinen Vortrag in Wesseling.

Dr. Wilhelm Künsting

Dr. Wilhelm Künsting liest am 23.03.2018 um 19:00 Uhr „1974: Der Sommer, als ich ein Hippie war“

Herrn Dr. Wilhelm Künsting setzt die Reihe unserer illustren Gastreferenten fort und liest aus seinem neuen Roman „1974: Der Sommer, als ich ein Hippie war“

Termin:
Freitag, 23.03.2018 um 19:00 Uhr, Flach-Fengler-Str. 89A in den Räumen der Bürgerstiftung Wesseling
Eintritt ist frei – Spenden erlaubt 

Wir freuen uns auf eine interessante Lesung, in der Humor nicht zu kurz kommen wird, die aber auch Anstöße zum Nachdenken bieten wird. Anschließend besteht genügend Zeit für den gemeinsamen Gedankenaustausch und die Diskussion mit dem Autor.

Dr. Wilhelm Künsting

Hintergründe: Wie dieser Termin entstand:

„Handball in Wesseling – ein persönlicher Rückblick “

– Zwei Wesselinger und eine ganz spezielle Lesung –

Neulich im Baumarkt:

„Hallo, Wilhelm! Mensch, lange nicht gesehen!“

„Hallo, Harald! War ne Weile in Portugal . . . hab einen Roman geschrieben.“

„Echt? Und wie heißt der?“

„1974 – der Sommer, als ich ein Hippie war . . . spielt in Wesseling . . .  geht um meine Hippiezeit, kommt aber auch viel Handball vor.“

„Das klingt ja spannend . . .“

So begann vor einer Weile das Gespräch zweier Freunde, die sich nun schon seit 50 Jahren kennen: Harald Nauroschat, stellvertretender Vorsitzender der Wesselinger Bürgerstiftung und Dr. Wilhelm Künsting, 18 Jahre lang einer der Chefautoren der Kölner Stunksitzung, Headwriter und Mitentwickler verschiedener erfolgreicher Fernsehformate wie „Schreinemakers Live“ und „RTL SamstagNacht“ – und 2012 „Wesselinger des Jahres“ und Preisträger des von der Bürgerstiftung initiierten „Leistungsoskars“.

Was die beiden Männer noch miteinander verbindet: Sie sind beide Wesselinger, denen Wesseling am Herzen liegt, sie sind beide ihr Leben lang ihrer Heimatstadt treu geblieben – und sie verbindet seit den 70ger Jahren die Leidenschaft für das Handballspielen.

Noch im Baumarkt war eine Idee geboren: Wie wäre es mit einer Lesung . . . wir laden alle ehemaligen Handballer ein . . . na, klar, das machen wir! Und nun ist es soweit: Am Freitag, den 23. März, 19 Uhr, wird Dr. Wilhelm Künsting in den Räumen der Bürgerstiftung, Flach-Fengler-Straße 89, aus seinem Roman vorlesen, und zwar die Kapitel, in denen es um das Handballspielen geht.

Der Autor weiß übrigens, wovon er schreibt: Er spielte in den 70ger Jahren (in den goldenen Zeiten des Wesselinger Handballs, als man noch in der Oberliga spielte) in der 1.Mannschaft des TuS Wesseling. Damals, als bei jedem Heimspiel in der ausverkauften Kronenbuschhalle die Stimmung durch die Decke ging – besonders, wenn man gegen die Lokalrivalen aus Brühl und Hürth spielte.

Aber „1974“ ist durchaus keine nostalgische Sammlung von netten Anekdoten, sondern vielmehr das Porträt einer Zeit ohne social media, als der Sport (ganz besonders in einer Kleinstadt wie Wesseling) noch eine ganz andere Rolle spielte und sowohl den Aktiven als auch den Zuschauern die Möglichkeit für eine identitätsstifende Erfahrung bot. Diese Lesung möchte daher nicht nur die Freude und die Begeisterung vermitteln, die junge Menschen in den 70ger Jahre hatten, sondern darüber hinaus zum Nachdenken anregen, ob unserer modernen Gesellschaft nicht eine Qualität verloren gegangen ist, die wir dringend brauchen: Uns zu einem Ort und seinen Menschen zugehörig zu fühlen und Verantwortung dafür zu übernehmen, diese Stadt so mitzugestalten, dass sich seine Bewohner als Gemeinschaft verstehen.

Natürlich sind zu dieser Veranstaltung nicht nur Handballer willkommen, sondern alle Wesselinger, ob jung oder alt, sind herzlich eingeladen! Und noch eins kann man jetzt schon versprechen: In dieser Lesung wird der Humor nicht zu kurz kommen!

Frau Elisabeth Slapio Impuls-Vortrag am 23.02.18 18:00 Uhr

Im Rahmen der Vortrags- und Kulturreihe „Immer am Fluß – es kommt immer anders, wenn man denkt“, freuen wir uns auf Frau Slapio von der IHK Köln. Im Rahmen des Themas Digitale Verwaltung der Zukunft – Electronic Government, wird Sie sich dem Thema digitale Expertise von Unternehmen und Verwaltung annehmen.

Termin:
Freitag, 23.02.2018 um 18:00 Uhr, Flach-Fengler-Str. 89A in den Räumen der Bürgerstiftung Wesseling
Eintritt ist frei – Spenden erlaubt 

Wir freuen uns auf einen hochkarätigen Vortrag und eine anschließende rege Diskussion mit den Teilnehmern.

Elisabeth Slapio – Geschäftsführerin Innovation und Umwelt IHK Köln

 

 

 

 

Sie wollen in den Weltraum – Dr. Bergita Ganse erklärt Ihnen wie

Dr. Bergita Ganse

Raketen, Hyper-G und Shrimps Cocktail – was hat das mit der Raumfahrt zu tun. Wir haben eine exzellente Referentin für Sie:
Frau Dr.med.Bergita Ganse, Weltraummedizinerin und Astronautin in spe, wird es Ihnen erklären. Sie liest aus ihrem aktuellen Buch „Das kleine Handbuch für angehende Raumfahrer“ und beantwortet alle Ihre Fragen. Natürlich gibt es signierte Ausgaben ihres Buches.

In unserer Vortrags- und Kulturreihe „Immer am Fluß – es kommt immer anders, wenn man denkt“ gibt es wieder Denkanstöße, Informationen und ein gemütliches Treffen am 19.01.2018 um 19:00 Uhr in unseren Räumen Flach-Fengler-Str.89a, neben dem „Spinatbunker“. Frau Dr.Ganse setzt die Reihe unserer illustren Gäste fort (Wolfgang Bosbach, Christian Lindner, Martin Frings).
Weitere Informationen finden Sie hier:
http://bergitaganse.de/wp-content/uploads/2016/12/mainpost.pdf

http://www.bergitaganse.de

http://www.raumfahrerhandbuch.de
Eintritt? So viel Sie geben möchten…

Ideenpool Wesseling

Ideenpool Wesseling

Ideenpool Wesseling

„Ideenpool Wesseling –  Du bist die Stadt“

„Du bist die Stadt!“ unter diesem Motto ruft die Bürgerstiftung Wesseling alle Mitbürger zu einem Ideenwettbewerb auf. Willkommen ist jede Idee, jeder Vorschlag, der das Miteinander der Menschen in unserer Stadt lebens- und liebenswerter macht.

Das können neue Ansätze sein oder solche, die es wert sind wieder in Erinnerung gerufen zu werden. Die Bürgerstiftung will damit erreichen gute Ideen zu verbreiten und anregen beziehungsweise bewirken, dass sie in die Tat umgesetzt werden.

Der Wettbewerb ist für alle Themen offen: Kinder und Jugendliche, Eltern, Senioren, Integration, Sport Kultur Gesundheit und Religion – es gibt nichts, worüber es nicht nachzudenken lohnt.

Die fünf besten Ideen werden bei einer Preisverleihung geehrt. Die drei besten Ideen werden prämiert und die Preise in einem ansprechenden Rahmen verliehen:

  • 1.000 Euro für den 1. Platz
  • 500 Euro für den 2. Platz
  • 300 Euro für den 3. Platz.

Ideen können bis zum 15.September 2017 schriftlich bei der Bürgerstiftung eingereicht werden, entweder an die Mailadresse: ideenpool@buergerstiftung-wesseling.de oder per Post an folgende Anschrift: Bürgerstiftung Wesseling, Flach-Fengler-Str. 89a, 50389 Wesseling.

Bitte nutzen Sie hierzu den Fragebogen, welcher zum DOWNLOAD zur Verfügung steht.

 

Großer Dank gilt unseren Sponsoren für dieses Projekt, die wir hier im einzelnen Vorstellen werden.

Wir freuen uns, dass durch die großzügige Unterstützung von folgenden Freunden und Förderern der Bürgerstiftung Wesseling das neue Konzept Ideenpool umgesetzt werden kann.

Wir möchten uns an dieser Stelle bedanken. Nur mit Ihrer Hilfe ist es gelungen dieses Projekt zu starten.

Apotheke am Bahnhof Robert Tietmann – Ihr Berater rund um das Thema Gesundheit
Flach-Fengler-Str. 51, 50389 Wesseling Tel.: 02236 45501

Kww Krause Wasser Wärme GmbH – Ihr Partner in Wesseling für Heizung und Sanitär.
Industriestr. 41 50389 Wesseling  +49 2232 148030 www.kww-gmbh.de

mbm-Computer e.K. Ihr Ansprechpartner bei Lösungen für Ihre IT-Fragen – Service, Wartung und Support für Ihre EDV Systeme
Bahnhofstr.9 50321 Brühl Tel.: 02232 969380 www.mbm-computer.de

Ohn Versorgungstechnische Dienstleistungen GmbH – Ihr Ansprechpartner zum Thema Gebäudetechnik für Industrie, Gewerbe und Privat.
Eckdorferstr.24, 50389 Wesseling Tel.: 02236 942530 www.ohn-gmbh.de

Quintus Baumarkt / Hagebaumarkt – Ihr Baumarkt in Wesseling.
Rodenkirchener Str.206 50389 Wesseling  www.quintus.de

Dr. Rosenbaum & Partner – Ihre Experten in Rechtsfragen
Bahnhofstr.22, 50389 Wesseling Tel.: 02236 899050 www.service-recht.de

Schwartmanns Wesseling GmbH – Ihr Projektpartner für das Thema Isoliertechnik
Hans-Sachs-Str. 28, 50389 Wesseling  Tel.: 02232 94920 www.schwartmanns.de

Laptops für unsere Schützlinge aus Afghanistan

Die Bürgerstiftung Wesseling konnte erfreulicherweise 3 gestiftete Laptops weitergeben. Hier an unseren Freund M.N., der seine Ausbildung zum IT-Fachmann damit starten kann. Er hat selbst das Betriebssystem und die Basissoftware implementiert. Javascript u.ä. hat er schon gut drauf. Viel Erfolg und Spaß, lieber M.!
Voll integriert aber leider noch nicht eingebürgert. Das könnte schneller gehen….

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Eine Stiftung schafft Kontinuität

Die Bürgerstiftung Wesseling vorgestellt aus der Sicht eines Kurators

von Stephan Rodtmann

Wo sind eigentlich Bürgersinn, Nachbarschaft und das Gefühl von Gemeinschaft geblieben? Im Zuge der zunehmenden Ökonomisierung der Gesellschaft und eines überbordenden  Individualismus scheinen diese Werte zu schwinden.

Technik, Lebensumstände, Lebensentwürfe sind einem atemberaubenden Wechsel unterworfen. Wir taumeln von einer vermeintlichen Krise zur nächsten. Jeder kämpft allein, mit dem Rücken zur Wand. Die Familie, die Kirche, der Verein, die Dorfgemeinschaft als Ruhestifter aber auch Korrektiv verlieren ihre Bedeutung. Nach der Boomphase der 70er und 80 er Jahre befinden uns nun schon seit 30 Jahren in einer fin-de-siècle-Stimmung,  die trotz Wohlstandes die Gemeinschaft belastet.

Dennoch, in den westlichen Ländern findet man einen Trend zur Einfachheit, Entschleunigung und auch der Gemeinsinn blüht doch wieder auf.

Dr.Stefan Nährlich, Geschäftsführer Aktive Bürgerschaft e.V.: „Nach Studienlage haben sich noch nie so viele Menschen in Deutschland für Kultur, Jugend, Soziales oder Umwelt engagiert wie heute.“

  • Deutschland spendet 2-3 Milliarden Euro pro Jahr für karitative Zwecke
  • 34% aller Erwachsenen engagieren sich gemeinnützig
  • 27% können sich vorstellen eine Stiftung mitzugründen.

In Zeiten der tiefsten Erschütterungen und des rasanten Wandels steigt die Zahl von Stiftungen stets an. Am deutlichsten war dieser Effekt in den Zeiten des Dreißigjährigen Krieges, am Ende des Alten Reiches und in der Gründerzeit zu erkennen.

Was ist eine Bürgerstiftung?

Kernidee: „ Ihr Geld geht nie verloren“

Mit diesem Motto wirbt die Bürgerstiftung Hamburg um Zustiftungen. Ein charmanter Einfall, Geld das nicht verloren geht in Zeiten wie diesen? Schon seit Urzeiten fragen sich Menschen: „Was bleibt, wenn ich nicht mehr bin?“ Kaiser, Könige, Würdenträger und reiche Geschäftsmänner stifteten seit Jahrhunderten. Die Fuggerei in Augsburg 1521, Stiftskirchen, Stiftshospitäler, Klöster und ganze Siedlungen entstanden. Mit dem Aufkommen des Philanthropismus bei steigendem Wohlstand hatten dann aber auch Bürger die Mittel und den Idealismus ihrer Gemeinschaft dauerhaft etwas  zurück zu geben.

»Es wäre schön, wenn jemand, der sein Testament aufsetzt, zu einer dauerhaft bestehenden Organisation gehen und sagen könnte: „Hier ist eine große Geldsumme. Ich möchte sie hinterlassen, um das Gemeinwohl vor Ort zu fördern. Da ich nicht weiß, was in 50 Jahren die größten Bedürfnisse sein werden, gebe ich sie in Ihre Hände, um zu entscheiden, was getan werden soll.“« (Frederick Goff).

Dieser Gedanke führte 1914 zur Gründung der ersten Bürgerstiftung der Welt, der Cleveland Foundation, die inzwischen ein Stiftungsvermögen von 1,6 Milliarden Dollar verwaltet und jährlich 84 Millionen Dollar ausschüttet.

Das Stiftungsvermögen wird niemals angetastet sondern konservativ angelegt. Nur die Erträge dürfen zum Erreichen des Stiftungszwecks verwendet werden. Aktuelle Projekte werden durch Spenden und Sponsoring mitfinanziert. Aber auch die Zustiftung von Ideen und Zeit beflügeln eine Bürgerstiftung.

10 Merkmale einer echten Bürgerstiftung

Eine Bürgerstiftung ist unabhängig, gemeinnützig und lokal tätig. Sie wird von mehreren Stiftern gegründet und hat einen breiten Stiftungszweck. Jugend, Kultur und Soziales, Bildungswesen, Natur und Umwelt, sogar der Denkmalschutz sind sinnvolle Ziele. Sie sollte innovativ tätig sein sowohl fördernd als auch selbst operativ.

Sie baut kontinuierlich Stiftungskapital auf. Sie sammelt  auch für Einzelprojekte und gibt jedem die Möglichkeit zur Spende und Zustiftung.

Sie bemüht sich um neue Formen gesellschaftlichen Engagements und fördert Hilfe zur Selbsthilfe. Ihre Arbeit muss transparent sein und die Möglichkeit zur Mitarbeit liefern.

Organisation

Eine Bürgerstiftung gibt sich bei der Gründung eine Satzung. Ihr ausführendes Organ ist der Stiftungsvorstand, dessen Arbeit durch das Kuratorium überwacht wird. Die Stiftung wird vom Regierungspräsidenten überwacht und muss regelmäßig Rechenschaft ablegen. Eine Bilanz, vorzugsweise in doppelter Buchführung, Sitzungsprotokolle des Kuratoriums und ein Jahresbericht werden regelmäßig erstellt.

Wer sind wir?

Die Bürgerstiftung Wesseling wurde 2004 gegründet. Die Idee zur Gründung entsprang der Arbeit der damaligen „Zukunftswerkstatt“,  eine von Bürgermeister Ditgens ins Leben gerufene Initiative von Bürgern für Bürgern, die neue Ideen und Projekte entwickeln sollte. Eine der zahlreichen Ideen umfasste die Gründung eine Bürgerstiftung. Nach zehn Monaten intensiver Vorarbeiten war es dann soweit:

Am 8.12.2004 überreichte Regierungspräsident Jürgen Roters im historischen Ratssaal dem Vorsitzenden Dr.jur. Matthias Franzke die Stiftungsurkunde.

32 Erststifter, Bürger und Unternehmen legten 59.102,- Euro in das Stiftungsvermögen ein. Konrad Beikircher, der beliebte rheinische Kabarettist begleitete die Veranstaltung mit Humor und Sprachwitz: „Der Rheinländer reagiert entweder schnell oder gar nicht, die Wesselinger dachten wahrscheinlich ganz frei, da sin mer dabei.“

Der fünfköpfige Vorstand wird von 16 Kuratoren unterstützt. Beide Gremien organisieren sich in aktuellen Projekten und Arbeitsgruppen immer wieder neu. Der Künstler und kreative Kopf Torsten Gripp und  der Fotograf Jürgen Querbach als „das Auge“ der Stiftung sind immer dabei.

Ziel: Wesseling und seine Menschen stärken

Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen schaffen, Entwicklungen anstoßen,  das Zusammenleben  der Generationen verbessern, diese Ziele machen unsere Stiftung aus.

Dafür müssen wir Einwohner dieser Stadt aber erst einmal wieder an uns selbst glauben. Vor allem die Jungen ahnen meist gar nicht wie viel Substanz und Geschichte unsere Stadt birgt. Die einmalige Lage am Rhein, im Herzen Europas und in einem außergewöhnlicher Kultur- und auch Wirtschaftsraum ist ein Kapital, mit dem wir arbeiten können. Diese Arbeit beginnt aber in den Köpfen und Herzen der Menschen.

Was haben wir bisher geleistet?

Nach der erstmaligen öffentlichen Präsentation der Stiftung auf dem Stadtfest 2004 wurde das erste Projekt aufgelegt: „Wesseling liest“. Im Rheinforum lasen Jugendautoren aus ihren Neuerscheinungen. Finanziert wurde die Lesung durch eine Benefizveranstaltung auf der MS Siebengebirge. Eine Schiffstour mit Weinprobe.  Der rheinische Autor Martin Stankowski  las und kommentierte vor 130 gut gelaunten Teilnehmern an einem wunderschönen Sommerabend.

Nach diesem gelungenen Auftakt ging es weiter mit zahlreichen Informationsveranstaltungen zum Thema Wasserstoff, Energiewandel, Wirtschaftsentwicklung, Spitzenforschung am CERN, Perspektiven des Wesselinger Krankenhauses. Musik, Kultur und Besinnlichkeit wurden auf mehreren ökumenischen Veranstaltungen und Ausstellungen gepflegt.

„Alt trifft jung“, „Älterwerden in Wesseling“, diese Veranstaltungen mit hiesigen caritativen und pflegerischen Einrichtungen und den Schulen wurden erfolgreich durchgeführt.

Was die Bürgerstiftung Wesseling aber in der Stadt und der Region unverwechselbar macht, ist die Verleihung des Leistungsoskar. Dieser Preis ist mit 500-1000 Euro dotiert, verliehen  für außergewöhnliche Leistungen in den Kategorien Kultur, Soziales, Sport, Wissenschaft und Handwerk und für ein beispielhaftes Lebenswerk.

Die Idee zu dieser Idee stammte ebenfalls aus der „Zukunftswerkstatt“.  Sie wurde von der Bürgerstiftung aufgegriffen und zu einem Leuchtturmprojekt ausgebaut. Seit 2006  wird der Preis alle 3 Jahre verliehen.  Nach dem dritten Mal 2012 ist die Preisverleihung nun schon im rheinischen Sinne eine Tradition. Das Rheinforum mit seinem Flair und der einzigartigen Lage beeindruckt immer wieder die Gäste – gerade die von außerhalb. Menschen von Weltgeltung wurden hier prämiert, Mitbürger, die still im Verborgenen Gutes tun, fantastische Ideen und Karrieren wurden ausgezeichnet. Prominente Schirmherren, medienwirksame Moderatoren, exquisite Speisen und ein unvergleichliches Ambiente, daraus besteht die Mischung, die dem Preis und den Preisträgern ein würdiges Forum schafft.

Punktuelle finanzielle Förderungen halfen bei der Bezahlung einer Delfintherapie eines behinderten kleinen Menschen, der Ausrichtung der legendären Heiligabendfeier für Alleinstehende der Pfarrcaritas St.Andreas,  die „Helfenden Hände“ Wesselings wurden unterstützt und einer notleidenden Familie wurde kurzfristig unter die Arme gegriffen.

Wohin wollen wir?

Wir möchten den „Leistungsoskar“ fest etablieren, da  keine vergleichbare Veranstaltung in Wesseling existiert. Identität und Selbstbewusstsein der Bürger können wir so auf Dauer stärken.

Wesseling hat wie die meisten industriell geprägten Kommunen ein Imageproblem. Die Stadt befindet sich im Nothaushalt und hat fast keinen finanziellen Spielraum. Torsten Gripp, Kommissar und Künstler,  hatte nun die Idee des „umgekehrten Mäzenatentums“ und so stifteten Künstler und die Bürgerstiftung der Stadt eine Imagekampagne.

Das „ProjektWesseling“ läuft nun  seit 2012. Fotografien aus ungewöhnlichen Perspektiven mit farblichen Verfremdungen ermuntern den Betrachter sie mit seiner eigenen Sichtweise abzugleichen und die Motive wieder zu entdecken.  Unter der Internetseite „komma-rhein.de“ erscheinen Anekdoten, Begebenheiten und Einsichten von Wesselingern gesammelt und herausgegeben von Stephan Rodtmann.  Die Fotografien und Texte werden sich in einem Bildband wiederfinden, der 2014 erscheinen wird.

Ein wichtiger Schwerpunkt der nächsten 5 Jahre wird die Erhöhung  des Stiftungsvermögens sein, denn mit dem Kapital steht und fällt die Arbeit einer Bürgerstiftung. 600.000 Euro werden als Untergrenze genannt, ab der eine eigenständige, kontinuierliche Arbeit aus eigenen Erträgen erst möglich wird.

Was können Sie, liebe Leser, tun?

  • Stiften Sie Zeit und Ideen, das ist kostenfrei und effektiv.
  • Sogenannte Zustiftungen fließen ins Stiftungsvermögen und werden „unsterblich“.
  • Spenden werden sofort für aktuelle Projekte verwendet.
  • Eine letztwillige Zuwendung, ein Nachlass also, wird den Stifter für lange Zeit unvergessen machen.
  • Eine zweckgebundene Unterstiftung  geht ins Stiftungsvermögen ein, der Ertrag darf aber nur zu dem vorher vereinbarten Zweck eingesetzt werden. Die Bürgerstiftung verwaltet dann die Unterstiftung treuhänderisch.
  • Die Auslobung eines „matching fund“ besteht darin einen Höchstbetrag  zur Verfügung zu stellen, aus dem jede weitere Zustiftung verdoppelt wird.
  • Ihr Geld wird unsterblich, sie tun immer wieder Gutes damit, sie stärken Wesseling langfristig, jeder kann sich eine Zustiftung leisten und es verschafft dem Stifter ein gutes Gefühl  (haben wir schon über die steuerliche Absetzbarkeit gesprochen?).

Kontinuität, Identität und Bewahren: Die Ziele des Heimat- und Geschichtsvereins und  der Bürgerstiftung Wesseling entspringen offensichtlich einer gemeinsamen Quelle.  Ich rufe zur lebhaften Zusammenarbeit auf.

Sie sind willkommen – gehen Sie stiften!

Autor: Stephan Rodtmann, Wesselinger, Gründungsstifter und Kurator

buergerstiftung-wesseling.de

komma-rhein.de

Anhang

Zeittafel

2004
Gründung der Bürgerstiftung Wesseling im historischen Rathaus. Regierungspräsident Jürgen Roters überreicht die Stiftungsurkunde

2004
Die Stiftung präsentiert sich erstmals auf dem Stadtfest

2005
„Wesseling liest“  Kinder- und Jugendautoren lesen im Rheinforum finanziert durch den Erlös der Benefizveranstaltung „Ein Abend für alle Sinne“ Autorenlesung  mit Martin Stankowski auf der MS Siebengebirge mit Weinprobe und 130 Teilnehmern. „Wirtschaft im Wandel“ Informationsveranstaltung

2006
erstmalige Verleihung des Leistungsoskar, je 1000 Euro, Trophäe gestaltet von Torsten Gripp:

  • Lebenswerk:     Paul Nagel,
  • Kultur: Mike Herting,
  • Sport: Günter Nett,
  • Soziales: Magrit Knaust, Dennis Glogau, Tony Gryb, Johannes Grimm,
  • Forschung und Wissenschaft: Christian Weigel, Christian Grosescu,
  • Wesselinger des Jahres: Ursula Jürgens und das Team der KiTa Regenbogen
  • Schirmherr: Europaminister Michael Breuer
  • Moderation: Günther Leitner

2007
„Jung trifft alt“, mit Schauspieler Günter Lamprecht, Prof. Jacobi, Mike Herting

2008

  • „Wasserstoff zwischen Rhein und Erft“, Diskussionen rund um einen Energieträger
  • „Älter werden in Wesseling“  Vortragsreihe über: Wohnformen, Palliativpflege, ältere Migranten. Mit der Stadt Wesseling, Seniorenbeirat, Integrationsbeirat, CBT St.Lucia, Pflege Dreßen

2009     

  • 5 Jahre Bürgerstiftung Wesseling.
  • „Passion: Liebe und Leidenschaft“  ökumenischer konzertanter Abend mit Lesungen, Instrumental- und Chormusik
  • „Wasserstoffregion Rheinland“ Informationsveranstaltung mit der IHK Köln und HyCologne
  • Verleihung des Leistungsoskar dotiert mit  je 1.000,- Euro, Gestaltung der Trophäe Torsten Gripp, Fertigung Glasermeister Friedrich Fuchs
  • Jugend:  Jugendfeuerwehr Wesseling
  • Sport: Nildem Kayas,Weltmeisterin  im Taekwondo
  • Kultur: Christa und Johannes Beckers
  • Soziales: Marga Bornheim
  • Handwerk/Industrie: Lorenz Meschede
  • Lebenswerk: Prof.Dr.med.Neven Olivari
  • Schirmherr: Michael Breuer, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten

2010

  • „Mainachtslieder“          Kultur-Ökumene mit Kolpingsfamilie  St.Andreas, Wesseling
  • „Wasserstoff und Elektromobilität“ Information im Ratssaal mit HyCologne
  • „Der Urknall im Labor“  Prof. Otmar Biebel vom CERN im Rheinforum
  • Förderung der „Helfenden Hände“ Wesseling

2011

  • „Entdecke Wesseling“ Imagekampagne,  neue fotografische Perspektiven mit „komma-rhein.de“ Geschichten-  und Anekdotensammlung für den geplanten gemeinsamen Bildband.
  • Wein-Kunst-Livemusik: Otto Scholtes stiftet Bilder zu Gunsten der Bürgerstiftung.
  • „Energiecluster – Zukunftsenergie für Wesseling“, Informationsveranstaltung im Rheinforum.
  •  „Entwicklung und Zukunft des Dreifaltigkeits-Krankenhauses Wesseling, Prof. Güsgen

2012

  • „Energiewandel“ Vortrag Wolfgang Bosbach MdB
  • Verleihung des Leistungsoskar dotiert mit  je 1.000,- Euro, Gestaltung der Trophäe Torsten Gripp, Fertigung Rüdiger Scholz, Fa. Graf, Wesseling
  • Schirmherr: Dr. Jürgen Rüttgers, ehem. Ministerpräsident NRW,
  • Kultur: Richard Dold, Urgestein mehrerer  Chöre
  • Sport: Vermins, Base- und Softballmanschaft mit Trainer Udo Dehmel
  • Soziales: Olaf Sowietzki und Michael Michels
  • Wissenschaft: Prof.Dr. Sabine Doering-Manteuffel
  • Lebenswerk: Franz-Josef Thiemermann, Direktor i.R., Käthe-Kollwitz-Gymnasium, Autor
  • Wesselinger des Jahres: Dr. Wilhelm Künsting, Autor, Musiker,
  • Moderation: Simone Standl, WDR
  • Musik: HCC Bigband

Eine Stiftung – bleibt

Bürgerstiftung Wesseling stellt sich bei Seniorenunion der CDU Wesseling vor

Wesseling 20.3.2013:  „Eine Stiftung – bleibt“, so lautete das Thema des Vortrag, den Stephan Rodtmann, Allgemeinarzt aus Wesseling für die Bürgerstiftung Wesseling bei den Senioren hielt. „So aufmerksam und interessierte Zuhörer habe ich selten erlebt, ich bin froh und dankbar, dass ich die Idee und das Konzept unserer Bürgerstiftung vorstellen darf “, so Rodtmann. Unter souveräner Leitung von Maria Mund fanden im randvollen Sälchen des Wirtz-Hauses zunächst die Vorstandswahlen statt, die vom Ehrenvorsitzenden Peter Jansen geleitet wurde, der im Übrigen ebenfalls Kuratoriumsmitglied der Bürgerstiftung ist.

Vor 100 Jahren gründete sich die weltweit erste Bürgerstiftung, die Cleveland Foundation, und sie verwaltet inzwischen 1,2 Milliarden Dollar. „Eine Stiftung wirkt über viele Generationen und wenn Sie zustiften bleibt Ihr Geld im Stiftungsvermögen, es wird niemals angetastet, nur die Erträge kommen guten Zwecken zugute“  führte Rodtmann aus.

Was bleibt von mir? Wie kann ich unsere Stadt auf lange Sicht fördern? Kann ich etwas vermachen? Ist mein Geld in guten Händen?

Diese Fragen konnten zufriedenstellend beantwortet werden, nachdem sich alle ein Bild von den Aktivitäten der Stiftung machen konnten: Der Leistungsoskar, der Preis der Bürgerstiftung für besonderes Engagement für Lebenswerk, Soziales, Kultur, Jugend, Handwerk und Wissenschaft in Wesseling. „Alt trifft Jung“, „Alterwerden in Wesseling“, das waren Veranstaltungen zum Thema Zusammenleben. Informationsveranstaltungen der Stiftung: „Wasserstoffregion Rheinland“, „Neue Wege in Sachen Energie“, „Entwicklung und Zukunft des Wesselinger Krankenhauses“  sollen neue Entwicklungen anstoßen. „Urknall“ mit Prof.Biebel vom CERN Genf brachte Spitzenwissenschaft nach Wesseling. Wolfgang Bosbachs Vortrag „Energiewandel“ rundete die Serie ab.

Dichterlesungen während einer Schiffstour („Wesseling liest“), „Mainachtssingen“ und ein konzertanter ökumenischer Abend mit den Kirchen und der Kolpingfamilie stehen für kulturelle Förderung, die die Bürgerstiftung aktiv betreibt. Nicht zuletzt stellte Rodtmann federführend das Projekt „Entdecke Wesseling“ vor. Auf der Internetseite komma-rhein.de sammelt er Anekdoten, Geschichten und Einsichten von Wesselingern. Sie werden in einem Bildband und als Hörbuch erscheinen. Der kreative Kopf der Stiftung, Torsten Gripp,  übernimmt Gestaltung und Layout. Mit seiner unnachahmlichen, sonoren Stimme liest er die Geschichten für das Hörbuch ein. Die Bürger werden noch aufgerufen Bilder und Kunstwerke einzusenden, die die Geschichten illustrieren.

Bernd Wagner, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung faßte zusammen: „Das war ein gelungener Abend, wir fühlten uns bei den CDU-Senioren sehr wohl und freuen uns auf gemeinsame Projekte.“